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  • AutorenbildNadia

Die Suche nach Frieden beginnt in Dir selbst

Viele von uns sehnen und streben unbewusst oder bewusst nach irgend eine Art von Frieden. Dieser Frieden aber ist meist geprägt von einer bestimmten Vorstellung wie dieser Frieden sich anfühlen oder sein sollte. Am besten sollte der Frieden in irgend einer Form greifbar sein.


Doch das Leben zeigt uns meist etwas ganz anderes. Auch ich habe jahrelang nach irgend einem Frieden gestrebt – erfolglos.


Warum?

Weil ich dem Urgrund, dem Boden des Unfriedens nicht wirklich in die Augen blicken konnte/ wollte.

Was ist dieser Urgrund?


Das bin ich selbst.


Dieses Selbst besteht in der Regel aus Vorstellungen, Erfahrungen, Sehnsüchte, Bilder, Anhaftung, Glaube an Unvollkommenheit und Trennung.


Es sind Bilder der eigenen Erfahrung und kollektiven Stimmen und Meinungen wie etwas ist oder sein sollte.


Dieses Selbstbild kennt nur Bilder und Vorstellungen und kann auch nur Bilder und Vorstellungen produzieren.


Es handelt sich um eine in sich völlig verdrehte und verstrickte Phantasiegestalt. Ausgelöst durch den Blick von mir (Körper) nach Aussen in die Welt.


Durch diverse Ereignisse im Leben kann es sein, dass wir beginnen unsere Wahrnehmung, Realität und unsere Sichtweise zu hinterfragen. Wir tauchen tiefer in unser spirituelles Wesen und öffnen uns vielleicht für eine «grössere Realität», welche unser Verstand nicht greifen kann.


Es handelt sich oft wortwörtlich um einen tiefgreifenden, herausfordernden und alles verändernden Prozess.


Vielleicht wurden wir schon mit Aussagen konfrontiert wie: alles ist gut, alles ist bereits erreicht, Gott ist überall und in allem, Gott ist alles, Frieden ist etc. Doch auch diese Aussagen beleuchten wir oft nicht genauer und tiefer.


Was heisst das denn konkret?


Es heisst, dass da bereits eine «grössere Wirklichkeit» «ausserhalb» meiner aktuellen Wahrnehmung ist. Ich kann diese Wirklichkeit aber nicht wirklich finden, ich kann mich ihr nur öffnen.


Also beginne ich vielleicht, mich selbst einmal tiefer zu betrachten.


Nun, wie kann ein Selbstbild, welches vorwiegend aus Ablehnung (bin ich, bin ich nicht) besteht, sich selbst annehmen? Es kann es nicht.


Warum?

Weil dieses Selbstbild aus Fragmenten und Trennung besteht.


Es braucht also eine grössere Kraft, etwas «Übergeordnetes» welches, diese Trennung beinhaltet, aber von jeglicher Trennung unberührt ist und bleibt.


Diese Übergeordnete Kraft kann nicht wirklich benannt oder greifbar gemacht werden – sie ist und befindet sich jenseits allem Greifbaren.


Alles ist Energie, alles entspringt aus dieser Quelle. So bin auch ich als die Erfahrung die ich mache, immer und ständig mit dieser Quelle in Berührung. Noch genauer, ich bin sie oder sie ist ich.


Das ist unser wahres Sein, unser wirkliches, unvorstellbares und nicht greifbares Wesen. Der Urgrund der alles beinhaltet und in allem ist.


Mich mir selbst zu öffnen heisst somit, mich diesem Urgrund anzunähern. Das geht aber nicht durch eine Vorstellung -weil ich durch Vorstellung wieder eine Form kreiere. Sondern durch Hingabe, Annahme, Stille und das tiefer tEintauchen in mich selbst.


Mein Blick nach Aussen wendet sich mehr nach innen, in mich selbst.


Und ich beginne mich vielleicht zu fragen, was das Leben, Menschen, gewisse Situationen in mir auslösen. Was wird da geglaubt, gefühlt, gedacht?

Ist das wahr?

Ist es wirklich wahr?

Ist es absolut wahr?


Vielleicht komme ich zum Schluss, es ist wahr im Sinne von Erfahrung. Diese Erfahrung ist eine Möglichkeit aber nicht absolut.


Wie mit einer unsichtbaren Taschenlampe beginne ich mich selbst zu reflektieren und zu betrachten.

Und vielleicht beginnt dieses geglaubte, starre Selbstbind zu bröckeln. Es beginnt wortwörtlich auseinanderzufallen, in sich selbst zusammenzufallen.


Das kann ein sehr unangenehmer Prozess sein, vor allem dann wenn man nicht weiss was und wie einem gerade geschieht…


Ich beginne mehr und mehr Dinge als «meines» wahrzunehmen und anzunehmen. Es sind meine Erfahrungen, meine Gedanken, meine Realität, meine Gefühle, meine Empfindungen, meine Vorstellungen etc. sie alle entstehen in und aus einem beschränkten Bewusstsein der Trennung – was völlig normal ist.


Mich selbst, dieses beschränkte Bild anzunehmen und nicht mehr zu kämpfen bedeutet, in etwas grösseres, nicht fassbares hineinzuwachsen.


In eine Kraft, welche nicht durch Ablehnung und Widerstand besteht, sondern Annahme – und sie ist still.


Durch das Betrachten, Fühlen, Spüren und die Annahme von mir selbst (meine Erfahrungen, Empfindungen etc), kann sich jener alles durchdringende Frieden, der immer ist, immer mehr in mir und als mich selbst offenbaren.


Wie ein transparentes Tuch, das alles beinhaltet, alles hält, alles wandelt und kein Urteil kennt. Diese Kraft hat nichts Persönliches an sich.


Das IST unsere WAHRE, URSPRÜNGLICHE Natur. Sie klammert das Leben nicht aus sondern offenbart sich als das Leben, das ich bin.


Jede Erfahrung, jeder Schmerz, jede Hoffnung, jede Verirrung und Verwirrung, alles was geschah und geschehen wird dient und offenbart sich als nur einen Zweck.


Mich in und als alles selbst zu erkennen.


Dann kann sich jener Frieden offenbaren, von welchem ich nie zu träumen gewagt habe.


Dieser Frieden ist so gross, rein und allumfassend, dass sogar der grösste Unfrieden darin Platz hat.


Unvorstellbar.


Dieser Frieden ist bereits – jetzt – und muss nicht kreiert, sondern darf anerkannt werden als das was schon immer gewesen ist.


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